Burmese Days - My Diary (German)
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„Nirgends haben sie eine solche Begabung zum Lachen wie in Birma”
Amitav Ghosh, Der Glaspalast, 2000

Erster Tag
Angekommen–Myanmar International Airport – nach einer Stunde Flugzeit aus Bangkok.

Vom Kipling Restaurant im Savoy, dem kleinen, familiären Boutiquehotel, genießen wir nach dem Limousinentransfer, den Blick auf „The Twinkling Wonder”, die vom Nobelpreisträger Rudyard Kipling immer wieder beschriebene goldene und von Diamanten überzogene, funkelnde Shwedagon Pagode – Weltwunder, Heiligtum und Wahrzeichen der buddhistischen Religion.


“ Und dann erhob sich ein goldenes Wunder am Horizont – ein leuchtendes, glänzendes Wunder, das in der Sonne erstrahlte. Es hatte weder die Halbkugelform moslemischer noch die Turmform hinduistischer Tempelbauten. Es stand auf einem grünen Hügel….”Da ist die alte Shwedagon”, sagte mein Gefährte...”Dies ist Birma, und es wird wie kein anderes Land sein, das Du kennst.”
Rudyard Kipling, Letters from the East, 1889

Zweiter Tag – der Goldene Fels
Yangon - Stadt der vielen Parks und exotischen alten Bäume. An den Seen in der Stadt gehen Familien spazieren, Mönche mit roten Roben und Bettelschalen ziehen durch die Straβen und erhalten Gaben von der Bevölkerung.

„Das Land umfängt seine Freunde mit einer Art von Zauber, den sie nicht durchbrechen können, selbst nicht, wenn sie es wollten”
John F. Cady 1958, a history of modern Burma

Wir passieren mit unserem Fahrer umliegende Dörfer und lassen uns von Ma Mya Mya Win vom Alltag der Menschen der 5 Millionen Metropole erzählen. An den Strassen treffen wir winkende Kinder auf unserem langen Weg zum Golden Rock; der Sage nach schwebt dieser große goldene Fels nur durch sieben Haare Buddhas gehalten.

Nach einem etwas ermüdenden Aufstieg genießen wir den Sonnenuntergang über der großen weiten Fläche, die uns zu Füßen liegt. Zurück im Hotel, unterhalb der Bergspitze, fallen uns die Augen zu – Freude auf den kommenden Tag!

 

Rückfahrt über Bago
Und noch ein Höhepunkt erwartet uns auf der Rückfahrt. Wir bestaunen die Shwe-tha-lyaung-Buddhafigur, die einst der sachverständige thai-ländische Prinz als schönste liegende Darstellung eines Buddhas bezeichnete, und staunen über die weite Sicht von einigen Pagoden über das große Deltagebiet. Ein Besuch im Nonnenkloster gibt Einblick in das Leben im Orden.

Von Bago führt die Fahrt zurück nach Yangon, wir passieren 4 Buddhafiguren unseres Zeitalters: Gotama Buddha und seine Vorgänger: Kaku Sandha, Konagamana und Kassapa.


„For the wind in the palm-trees, and the temple-bells they say: ‘come you back you British soldier; come you back to Mandalay’”
Rudyard Kipling, Letters from the East, 1889

Vierter Tag schon – Mandalay
Nach kurzweiligem Flug - früh morgens von Yangon - folgen wir U Saw Tun in Mandalay durch die Viertel der Handwerker mit Marmor, Goldblättchen, Holz, Silber, Stoffen – der Tradition tief verbunden. Mit viel Geschick und altem Wissen entstehen an jeder Ecke große und kleine Kunstwerke.

Dann der berühmte Glaspalast. Hier lebten die großen Könige Burmas. Es kamen die Briten, später die Unabhängigkeit und das Ende des Kolonialismus. Wir möchten alles über die Epochen von unserem gewandten Reiseleiter erfahren. Wie lebten die Menschen damals in diesen Palästen und Gärten?


„Der Palast bildete den Mittelpunkt von Mandalay. Er lag tief im Herzen der ummauerten Stadt – eine weit ausladende Anlage aus Pavillons, Gärten, Wandelgängen, die sich allesamt an den neuartigen ‘hti’ des Königs scharen.”
Amitav Ghosh, the Glass Palace, 2000
 
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