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Achter Tag
Zum Sonnenaufgang gleiten wir im Heißluftballon über Bagan - am Boden juchzenden Kindern winkend.
Besondere Freude auf diesen Tag! Viel über die Kunst der Lackwarenherstellung gelesen. Kein Touristenkitsch wird hier angeboten, sondern Kunstwerke, die Monate bis zur Fertigstellung benötigen. Die Künstler arbeiten nach alten und neuen Vorlagen. Nun befinde ich mich in einem der vielen kleinen Familienbetriebe und lasse mich in die Geheimnisse des Produktionsprozesses (bei dem keine Maschinen verwendet werden) einweihen. Jedes Familienmitglied hat eine ganz bestimmte Aufgabe und erfüllt diese mit viel Hingabe. Es vergehen oft mehr als drei Monate bis eine Lackdose mit aufwendigen Detailzeichnungen fertiggestellt ist!
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„Pagan ist in vieler Hinsicht die außergewöhnlichste religiöse Stadt der Welt. Jerusalem, Rom, Kiew, Benares, keine hat eine so große Anzahl von Tempeln, mit einer solch verschwenderischen Vielfalt an Form und Ornamentik, wie diese wunderbare, verlassene Hauptstadt am Irrawaddy......
die ganze Fläche ist dicht gedrängt mit Pagoden in jeder Form und Größe, ja selbst der Boden ist mit Resten von verschwundenen Tempeln übersät, so dass man dem Volksmund folgend weder Hand noch Fuß bewegen kann, ohne einen heiligen Gegenstand zu berühren.”
Shway Yoe (Sir James Scott), The Burman: His Life and Notions, 1882
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Weiter mit dem Auto zum Mount Popa, vorbei an kleinen Dörfern, wir hören die interessanten Geschichten, die uns Min Min über die Nats erzählt. Wir stoppen in Salay – einem malerischen Ort, hier reihen sich Pagoden an koloniale Gebäude, an alte Klöster....
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Neunter Tag - Mount Popa
Ein Nebelreif liegt um Mount Popa, ich meine die Anwesenheit der 37 Schutzgeister zu spüren mit ihrer großen Bedeutung im Leben der burmesischen Familien. Wir dürfen heute weder rot noch schwarz tragen. Fluchen oder über andere lästern ist verboten.
Eine Glaubensburg auf einem Lavasockel – eine Insel der Spiritualität!
„Popa” im Sanskrit „Blume”, lässt uns in wunderbarem Naturschauspiel still werden.
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Unser Hotel liegt gegenüber dem Mount Popa, hoch oben inmitten eines tropischen Gartens und Tausender Schmetterlinge – eine Naturoase! Der heilige Mount Popa wird von uns erklommen, freche Affen folgen unseren Schritten und warten auf ein Picknick. Der buddhistische Glaube wird durch den Glauben an die Nat Geister, die auf dem Mount Popa Heimat gefunden haben sollen, durchkreuzt. Der alte animistische Glaube an die Geister besteht neben dem Glauben an den Theravada Buddhismus. Die Nats bestimmen hier das Leben!
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„Nach dem Mittagessen verließen wir Popa. Ich hatte gedacht, dass wir geradewegs
nach Pagan fahren würden, doch offenbar gab es unterwegs noch einen anderen Tempel, dessen Besuch nicht versäumt werden durfte. Wir mussten einen Umweg in Kauf nehmen, der auf einer schmalen, kurvigen Piste durch Bananenplantagen führte. Eine Bananenplantage zu betreten, wo Affen über die Umwelt herrschen, schien mir schlicht ausgedrückt ein verwegenes Unterfangen zu sein, doch Bananen waren ein wichtiger Bestandteil der zeremoniellen Opfer an die Nat Geister und deshalb in der Region sehr gefragt.”
Ma Thanegi, The Native Tourist: In Search of Turtle Eggs, Day Four, 2000
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Zehnter Tag – Inle - See auf 975m Höhe
Das Leben der Menschen findet auf dem See statt. Hier wird gelebt, geliebt, geboren, gearbeitet, gepflanzt und gestorben. Auf dem See werden Tomaten, Avocados, Birnen, Kartoffeln angebaut. Die fruchtbaren Gärten spenden viel Nahrung.
Wir passieren im Langboot die berühmten Einbeinruderer, besuchen die Weberinnen, die Cherootdreherinnen und das Kloster, in dem Katzen akrobatische Kunststücke unter Anleitung der Mönche durchführen.
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