Kyaiktiyo und Bago

Kyaiktiyo ist eine der heiligsten und interessantesten buddhistischen Stätten in Myanmar. Der goldene Felsen, der ganz mit Goldblättchen überzogen ist, “schwebt” am Rande eines steilen Abhangs. Die Legende besagt, ein Haar Buddhas in dem 7,30 m hohen Stupa, der auf dem Felsen sitzt, sei so exakt platziert, dass es das Gleichgewicht des Findlings garantiert.


Bago wurde laut Überlieferung im Jahre 573 von zwei Mon-Prinzen aus Thaton gegründet und wurde das Zentrum des Mon-Königreichs. Die Stadt ist zudem durch seine große, liegende Buddha-Figur bekannt; diese misst 55 m in der Länge und wurde ursprünglich im Jahre 994 errichtet. Sie können Bago als Tagestour von Yangon aus besuchen oder auf dem Rückweg von Kyaiktiyo nach Yangon besichtigen.

Sehenswürdigkeiten:

Shwemawdaw Paya: Diese Pagode, wohl über 1000 Jahre alt, wurde von den Mon gebaut; 114m hoch ist sie schon aus der Ferne zu sehen; ihre lange Geschichte ist geprägt von Zerstörungen, Erdbeben und Zeiten des Wiederaufbaus; die tatsächliche Höhe erlangte die Pagode 1954, nach dem sie beim großen Erdbeben 1930 zerstört und in den folgenden Jahren wieder aufgebaut wurde. Am Eingang stehen zwei traditionelle mythologische Fabeltiere.

Kanabawzathadi Palast und Museum: Der Palast im Mon-Stil umfasst 3,24 km². Im Palast -einst von einer Teakholz Palisade umgeben- residierte von 1553-1599 König Bayinnaung, der die zweite Union von Myanmar ins Leben rief. Sie sehen die neue Empfangshalle und die königlichen Zimmer. Das Museum zeigt Buddhas aus der Mon-, Siam- und Pagan-Äera.

Hintha Gon Paya: Sehenswert ist ein Schrein, den U Khanti konstruiert hat. Dieser Künstler errichtete auch den berühmten Mandalay Hill. Der Sage nach landete der mythologische Hintha Vogel auf dieser Anhöhe, als er von den zwei Mon-Prinzen entdeckt wurde. Von hier aus genießen Sie einen herrlichen Ausblick über Bago und die gesamte Region.

Shwethalyaung-Buddha: Es wird behauptet, dieser Buddha sei der größte und schönste aller liegenden Buddhas. Er wurde 994 n. Chr. unter dem Mon-König Migadepa II. erbaut.

Mahazedi Paya: 1560 unter König Bayinnaung konstruiert, 1757 zerstört und nicht wieder errichtet, durch das Erdbeben von 1930 fast dem Erdboden gleichgemacht; der Wiederaufbau dauerte bis 1982. Von der Spitze hat man eine sehr schöne Aussicht. Innerhalb des Pagodenbereichs befindet sich ein kleiner Tempel im Ananda-Stil, hierin sind sehr interessante Mönchs- und Buddha-Wandbilder zu besichtigen.

Shwegugale Paya: Der Bau der Pagode wurde von König Byinnya Yan in Auftrag gegeben, ihre Konstruktion geht auf das Jahr 1494 zurück. In einem dunklen Tunnel um die Pagode herum befinden sich 64 sitzende Buddhas.

Kyaik Pun Paya: Diese Pagode wurde 1476 unter der Herrschaft von König Dhammazedi errichtet. Hier schauen vier 30m hohe Buddhas Rücken an Rücken um eine Säule gelehnt in die vier Himmelsrichtungen. Eine Legende, die vier Mon-Schwestern mit der Konstruktion in Verbindung bringt, berichtet, bei der Heirat einer Schwester, breche einer der Buddhas zusammen.