Burmese Days - My Diary (German)
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Neunzehnter Tag
Weiter geht es nach Mrauk U, und es heißt Abschied nehmen vom schönsten aller Strände –vielleicht Südostasiens. Wir lassen unsere Fußspuren im Sand, sonst nichts.

Nach kurzem Flug – eine lange Bootsfahrt. Mittagessen auf dem Boot mit immer wieder neuen Blicken auf Uferzonen mit Wasserbüffeln und Reisfeldern – angekommen sind wir erst nach der Dämmerung. Mit der Trishaw geht es durch die dunkle Stadt zum Hotel.

Zwanzigster Tag
70 km nördlich von Sittwe liegt Mrauk U. Alte Hauptstadt, gegründet im Jahre 1430 von den Rakhine und 1784 von den Burmesen erobert. Shitthaung Pagode mit über 80.000 Buddha-Figuren. Grosser Reiz der Landschaft mit den vielen Tempeln. – Ist die Zeit hier stehen geblieben?

Im Schatten des Hauses, in der Sonne des Flußufers bei den Booten, im Schatten des Feigenbaums wuchs Siddharta auf, der schöne Sohn des Brahmanen, der junge Falke, zusammen mit Gorinda, seinem Freunde
“Siddharta”, Hermann Hesse
 

Einundzwanzigster Tag – Abschied
Nach kurzem Aufenthalt in Sittway – fast indisch – man spürt die Nähe zur Grenze nach Bangladesch – Rückflug nach Yangon.

Noch eine Nacht im Savoy Hotel, familiär, gemütlich speisen wir im tropischen Patio und schauen auf den mit Kerzen umsäumten Pool, nehmen eine Trishaw und fahren spät am Abend ein letztes Mal zur golden glänzenden Pagode. Eine besondere Abschiedsnacht steht bevor. Viele Menschen sind auf den Beinen. Nach dem Mondkalender ist heute das berühmte Pagodenfest. Tausende von Pilgern sind gekommen. Familien treffen sich, um Buddha in dieser besonderen Nacht nahe zu sein. Tausende von neuen Goldblättchen werden morgen alle Pagoden des Landes und deren Buddhafiguren verzieren.

Die Schätze Myanmars und eine andere Zeitrechnung im Sinn– wir steigen in die Maschine, die uns unweigerlich in die Gegenwart zurückfliegt.

“I travel because I like to travel. I enjoy the sense of freedom it gives me, It pleases me to be rid of ties, responsibilities, duties, I like the unknown.
I have the notion that by travel I can add to my personality and change so myself a little.
I do not bring back from a journey quite the same I took.”
Gentleman in the Parlour, Somerset Maugham, 1935

 
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