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Elfter Tag – Tagesausflug nach Kakku
2478 Stupen – herrlicher Ausblick über ein weites Tal in die Berge des Shan-Staats.
Rückfahrt durch das Pa-Oo Land. Stop hoch über Taungyi, der Hauptstadt hier. Wir sehen den Inle See in der Ferne zwischen den Gebirgszügen - dorthin wollen wir zurück.
Zwölfter Tag
Wir nehmen Abschied vom Inle Lake. Von einer alten Diesellok gezogen, schaukeln wir in großen Waggons über fruchtbare Plateaus. In Aung Ban wird wieder ins Auto gewechselt. Hier blühen im Frühling an den Hängen hellrosa leuchtende wilde Kirschbäume, erklärt uns U Aung Kyaw Soe.
Durch eine Allee von riesigen Ficusbäumen, die ein Abt vor 150 Jahren angepflanzt hat, führt unser Weg weiter nach Pindaya. Sehen dann in der Ferne, schon am Berghang klebend, langgezogene Aufgänge, die zur den berühmten Höhlen führen.
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„Unser nächstes Ziel waren die Pindaya-Höhlen. Dieses tiefe Höhlensystem befindet sich hoch oben in einem steilen Abhang und ist bereits vor langer Zeit entdeckt worden. Die Höhlen sind mit vielen hunderten Bildnissen in allen denkbaren Größen und Stilrichtungen gefüllt, doch es ist nicht bekannt, wann und von wem sie errichtet wurden. Als wir uns dem Fuß des Berges näherten, stellten wir erfreut fest, dass gerade ein Pagodenfest gefeiert wurde.”
Ma Thanegi, The Native Tourist: In Search of Turtle Eggs, Day Ten, 2000
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Dreizehnter Tag - Kalaw und mein Trekkingabenteuer
In Kalaw ist die Luft reiner als in Bayern und die Hänge und Hügel sind mit sattem Grün bedeckt. Die kolonialen bunten Holzhäuser in den Bergen sehen aus wie eine Eisenbahnminiaturlandschaft. Wir sind erneut begeistert, wie vielfältig die Landschaften Myanmars sind. In Kalaw genossen Offiziere, wie Orwell zu Kolonialzeiten, die Kühle und Stille.
Wir befinden uns im Land der Shan. Die Shan sind hauptsächlich Reisbauern und wohnen in den fruchtbaren Tälern und Hochebenen der Gebirge. Ich möchte mehr über die hier lebenden Bergstämme erfahren: über die Palaung, Taungyo, Danu. Wir haben die besten Führer der Region und unser Trekking Abenteuer zu den Stämmen beginnt:
Durch Orangenhaine und unwegsamen Gebirgswald, durch Shanblatt- Plantagen, Berghänge rauf und runter zu den Bergdörfern. Die Shanblätter werden hier über großen Öfen getrocknet. Am Inle See werden sie dann um Tabak zu Cheroots, den burmesischen Zigarren gedreht.
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Vierzehnter Tag – Ngapali Beach am Golf von Bengalen
Freude nun aber auch auf 5 Tage Relaxen im 4 Sterne Bayview Beach Resort unter deutscher Leitung, am berühmtesten und schönsten Badeort Myanmars. Hier wiegen sich die Palmen am kilometerlangen Sandstrand leise im Wind, und es herrscht überall friedliche Stille.
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Auf dem einstündigen Flug von Heho nach Thandwe Airport sah ich den Irrawaddy in seiner ganzen Breite und Stärke aus der Vogelperspektive, einen mächtigen Fluβ. Orwell schrieb:
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Hinter dem Club strömte riesig und ockergelb der Irrawaddy und blitzte an Stellen, auf die die Sonne fiel wie ein Diamant; jenseits erstreckte sich die große Einöde von Reisfeldern, die am Horizont von einer Kette schwärzlicher Berge abgeschlossen wurde.
G. Orwell, “Burmese Days”
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Der Bungalow mit großer Teakterrasse liegt direkt am weißen Strand, ich lausche vom Bett den Wellen der Brandung und lese Orwells berühmte „Burmese Days”. Hier lebte der große Autor während der Kolonialzeit im Örtchen Thandwe als junger Offizier. Zurück in England verfasste er seine Erlebnisse, die er im fernen Burma sammelte. Früher hieß Thandwe noch
Sandoway. Noch immer scheint sich hier nicht viel verändert zu haben, und ich vergesse wieder einmal die Zeit.
Zwei junge Novizen aus einem Kloster in der Nachbarschaft heben sich in den leuchtend roten Umhängen vom blauen Meer ab. Der alte Abt lehrt die Jungen Achtsamkeit und vermittelt die alten Werte des Theravada-Buddhismus. In zwei Monaten sind die Kinder wieder bei den Eltern und Geschwistern.
Hinter der Hotelanlage mit nur 33 großen Zimmern in sehr schönen Bungalows erstreckt sich wilde Natur. In einer kleinen Hütte am Strand verbrachte Rudyard Kipling hier einige Zeit und schrieb die Vorlage für das Dschungelbuch, für das er einige Jahre später den Nobelpreis erhielt.
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Moglis Brüder
Nun bringt der Weih die dunkle Nacht,
Und „Mang”, die Fledermaus, erwacht.
Der Stall birgt alles Herdentier,
Denn bis zum Morgen herrschen wir!
Die Stunde stolzer Kraft hebt an
Für Prankenhieb und scharfen Zahn.
Jagdheil! Und kühn gehetzt, gerafft:
Das Dschungelrecht ist jetzt in Kraft.
Rudyard Kipling, Die Dschungelbücher, „Nachtgesang im Dschungel”, 1894
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